Suche

Login

Nur für Vereinsmitglieder!

Registrierung nur für Vereinsmitglieder. Dabei müssen der Vollständige Name, die beim Verein bekannte E-Mailadresse und die Mitgliedsnummer angegeben werden. Unvollständige Registrierungen werden kommentarlos gelöscht.

Gesundheitslexikon A - D:

Diese Seiten sollen Ihnen u.a. die Abkürzungen in den rassespezifischen Befunden, den Durchführungsbestimmungen und Formularen des IHV leich verständlich erklären.  Empfehlungen für geplante Zuchtverpaarungen geben. Diese Seite ist nie fertig. Sie wird ständig aktualisiert, wir erheben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie die von Ihnen gesuchten Informationen, welche Sie gern auch über das Suchfeld suchen können nicht finden fragen Sie bitte Ihren Zuchtwart oder den Zuchtbeirat.

Audiometrie: Keine Krankheit wird hier aber als Synonym für Taubheit verwendet. Die Formulare für diese Untersuchung finden Sie im Servicebereich dieser Homepage im Formularcenter.

CL Ceroid Lipofuscinosis: ist eine metabolische Krankheit, die die Nervenzellen des Körpers beeinflußt. Allgemein gekennzeichnet als Speicherkrankheit, erscheint CL bei  einigen Hunderassen. (Englisch Setter, Border Collie, Saluki, Cocker Spaniel, Chihuahua, Jugoslawischer Schäferhund, Tibet Terrier, Dackel und American Bulldogs.
Ceroid Lipofuscinosis wird durch das Fehlen von einem Enzym verursacht, durch das sich ein Stoffwechselabfallprodukt (Ceroidlipofuscin) in den Körperzellen ansammelt. Das Ceroidlipofuscin wird überwiegend im nervösen System, besonders in den Neuronen abgelagert. Gehirnzellen sind in ihrer Natur ziemlich kompakt und haben sehr wenig Raum für die Lagerung von Abfallprodukten. Durch die Ablagerung in einem spezifischen Bereich des Gehirns, kann es zu Kompressionen und etwaigen Zerstörungen von gesunden Gehirnzellen kommen. Hunde entwickeln die Ceroidlipofuscinosis nicht, sie werden mit dieser Anlage geboren. Bei der Geburt jedoch sind sie asymptomatisch, d.h. die Welpen entwickeln sich ganz normal, wie ihre gesunden Geschwister. Die Krankheit verläuft chronisch progressiv. Dies bedeutet, dass bei einem Hund, der das mutierte Gen sowohl vom Vater als auch von der Mutter bekommen hat, die Krankheit immer ausbricht und der Zustand des Hundes nach Ausbruch fortlaufend schlechter wird. Die Vererbung verläuft rezessiv, das heißt beide Eltern müssen Träger sein, damit ein Hund erkrankt. Quelle und weitere Infos: www.godblessedamericanbulldogs.com/pages/speicherkrkht.html

CLAD: CLAD steht für Canine Leukozyten Adhäsionsdefizienz und ist eine in der Regel tödlich verlaufende Immundefizienz-erkrankung, die bislang nur beim Irish Setter aufgetreten ist. Der Erkrankung liegt eine Mutation in dem Oberflächenmolekül CD18 auf den Leukozyten zugrunde. Dadurch sind wichtige Funktionen des Immunsystems wie die Phagozytose gestört. Aufgrund der Immundefizienz zeigen betroffene Welpen häufiger schwere Infektionssymptome wie Nabelentzündungen, Gingivitiden, Tonsillitiden und oft chronische entzündliche Dermatitiden. Später kommen im Alter von etwa 8 bis 12 Wochen häufig Gelenkentzündungen hinzu; es kommt zur Gelenkschwellung und die Tiere zeigen den für CLAD typischen schwankenden Gang. Auch ein Anschwellen der Kieferknochen wird als häufiges Symptom beschrieben.
Meist sind die Entzündungen mit hohem Fieber verbunden. Therapien mit Antibiotika oder Antiphlogistika zeigen hier nur kurzfristige Erfolge.  CLAD wird autosomal-rezessiv vererbt, d.h. nur wenn ein Hund je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhält, wird er erkranken. Anlageträger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst nicht an der CLAD erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Anlageträgern besteht die Gefahr, daß die Nachkommen von der CLAD betroffen sind. Laut einer Studie sind mehr als 10% der Irish Setter in Europa Anlageträger. Quelle: www.laboklin.de

CSNB - (Nachtblindheit): Die Rasse Briard ist betroffen von dieser autosomal rezessiv vererbten Augenerkrankung. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine angeborene Nachtblindheit. Auch das Sehvermögen unter Tageslichtbedingungen ist mehr oder minder stark beeinträchtigt. Betroffene Hunde zeigen ein abnormes Elektroretinogramm (ERG) mit normaler Wellenform aber deutlich verringerter Amplitude. Beim Briard ist die der Nachtblindheit zugrundeliegende Mutation im sog. RPE65-Gen bekannt. Bedingt durch den autosomal-rezessiven Erbgang sind Hunde mit nur einer Kopie des mutierten RPE65-Gens (sogenannte Anlageträger) klinisch unauffällig und können ophthalmologisch nicht identifiziert werden. Anlageträger geben aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% die betroffene Erbanlage an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Anlageträgern besteht die Gefahr, daß die Nachkommen von der Nachtblindheit betroffen sind. Nachkommen mit zwei dieser RPE65-Genkopien zeigen im Alter von wenigen Wochen ein stark beeinträchtigtes Nachtsehvermögen. Nach einigen Jahren findet sich bei einigen dieser Hunde auch eingeschränktes Sehvermögen unter Tageslichtbedingungen. Quelle: www.laboklin.de

Cystinurie: ist eine autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung mit Transportstörung (die bis jetzt bei Neufundländern und Landsern nachgewiesen wurde) bestimmter Aminosäuren (Eiweißbausteine) im Darmepithel und proximalen Nierentubulus. Die Harnsteine, die die klinischen Symptome verursachen, treten schon im Alter von 4 - 6 Monaten auf. Der genetische Defekt, der zur Cystinurie führt ist bekannt. Mit Hilfe des DNA-Tests kann der Erbfehler unmittelbar nachgewiesen werden. Dies ermöglicht uns einen sehr sicheren DNA-Test zum Nachweis sowohl von erkrankten als auch von gesunden Hunden. Mit Hilfe des Tests können aber auch klinisch unauffällige Anlageträger identifiziert werden, die diese Erkrankung in der Population weiter verbreiten können, aber mit üblichen Laboruntersuchungen nicht aufgedeckt werden können. Quelle: http://www.laboklin.de

DM: steht für Degenerative Myelopathie, eine schwere Erkrankung des Rückenmarks. DM ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung des Hundes welche die Degeneration; also die Zerstörung der Nervenhülle im Rückenmark bewirkt. Mit einem relativ kostengünstigem Bluttest kann diese Krankheit oder die Trägerschaft dieser Krankheit bei den betroffenen Hunden / Rassen festgestellt werden.

Zumindest für alle Schäferhunderassen sollte dieser Test bindend werden. Mittlerweile aber auch Sennenhunde und weitere. Siehe hier unsere Empfehlung in der Befundliste der Rassen. Die Degenerative Myelopathie wird vererbt. Ein Hund erkrankt nur, wenn er je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssten also sowohl der Rüde und die Hündin das mutierte Gen tragen.

Im DNA Test wird festgestellt ob die Tiere sogenannte Träger sind. Diese „Träger“ sind nur mit einem Gen betroffenen (können nicht selbst erkranken) geben aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% dieses Krankheitsbild an ihre Nachkommen weiter. Die Verpaarung von zwei Trägern ist daher abzulehnen weil mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Teil der zu erwartenden Welpen mit dieser schlimmen Krankheit belastet sein wird. Unsere Zuchtbuchbestimmungen schließen daher diese Verpaarung aus.

In den Laborbefunden Ihrer Hunde (oder eben in denen der Elterntiere Ihres Welpen) finden Sie drei Genotypen:

Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieser Hund kann die krankhafte Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.

Genotyp N/DM (heterozygoter Träger): Dieser Hund trägt die Kopie des mutierten Gens. Geringes Risiko an DM zu erkranken. Dieser Hund wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % die krankhafte Mutation an seine Nachkommen weitergeben. Ein solcher Hund darf nur mit einem Genotyp N/N (DM mutationsfreien Hund) verpaart werden.

Genotyp DM/DM (homozygot betroffen): Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten Gens und wird höchstwahrscheinlich selbst an DM erkranken.

Er wird die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben und darf in einer verantwortungsvollen Zucht nur mit einem DM mutationsfreien Hund verpaart werden. Der IHV Internationale Hundeverband e.V. empfiehlt jedoch den Verzicht auf den Zuchteinsatz dieser Hunde. Gleichwohl natürlich festgehalten wird, das Hunde mit diesem Laborbild in der Zucht geführt werden können wenn andere Zuchtmerkmale diese Hunde für den Zuchteinsatz prädestinieren. Immer mit der Auflage nur Hunde mit dem Genotyp N/N (homozygot gesund) als Verpaarungspartner zu nutzen. Wir zeigen hier die Folgen der Verpaarung:

Paarungspartner 1 (z.B. Rüde)

Paarungspartner 2 (z.B. Hündin)

Nachkommen (Welpen)

DM - Genotyp des Rüden

DM - Genotyp der Hündin

 

Frei (N/N)

Merkmalsträger (N/DM)

Betroffen (DM/DM)

100 % Frei (N/N)

100% Frei (N/N)

50% (N/N), 50% (N/DM)

100% (N/DM)

Merkmalsträger (N/DM)

50% (N/N), 50% (N/DM)

25% (N/N), 50% (N/DM)

25% (DM/DM)

50% (N/DM), 50% (DM/DM)

Betroffen (DM/DM)

100% (N/DM)

50% (N/DM), 50% (DM/DM)

100% Betroffen (DM/DM)

Zum Seitenanfang