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logo-ihv-bronzeVereinsverantwortung:

In erster Linie sind die Züchter für die Gesundheit unserer Hunde verantwortlich. Die Züchter müssen schnell reagieren können, wenn Sie negative Veränderungen oder Tendenzen in Ihrer Rasse erkennen. Das kann der Züchter jedoch nicht allein!

Dazu muss das Wissen der Züchter, die Beobachtungen der einzelnen Züchter, die sich daraus ableitenden Tendenzen und veterinärmedizinischen Befunde zusammengefasst und ausgewertet werden. Wenn es notwendig ist, mit wissenschaftlichen Partnern aus der Forschung, Laboren und Universitäten.

Dafür gibt es ja die große Gemeinschaft der Züchter, den Verband.

Die Aufgabe des Verbandes ist es, den Züchtern zeitnah die neusten veterinärmedizinischen Erkenntnisse zu vermitteln. Sofern es die Ressourcen des Vereins oder Verbandes zulassen, soll sich der Verein auch an entsprechenden Studien beteiligen und wissenschaftliche Partner suchen.

V ereine die immer nur bei „Wikipedia“ oder anderen „Quellen“ abschreiben (damit auch hin und wieder vollkommen falsche, den Hund in seiner gesundheitlichen, hormonellen und sozialen Entwicklung sogar gefährdende Tipps unwissentlich weitergeben) gibt es genug. Der Zuchtverein legt mit den Vorgaben seiner Zuchtbuchbestimmungen fest, welche gesundheitlichen Untersuchungen die Elterntiere vor einer Zuchtfreigabe nachweisen müssen. Diese Zuchtbuchbestimmungen lassen leicht erkennen, ob der von Ihnen gewählte Züchter sich einem seriösen Verband angeschlossen hat oder nicht. Die DNA-Hinterlegung des genetischen "Fingerprints" der Elterntiere Ihres Welpen ist eine Mindestanforderung an den Verein Ihres Züchters. Die Festlegung, welche Untersuchungen, z.B. HD (Hyftdysplasie), ED, PL usw. nicht nur von einfachen Tierärzten, sondern von bestellten Gutachtern zu erfolgen hat, erleichtert die Wahl Ihres Züchters.

Der verantwortungsvolle Zuchtverband soll die Rahmenbedingungen für die Zuchtarbeit in speziellen Durchführungsbestimmungen für die einzelnen Rassen festschreiben. Das bedarf einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit des Verbandes nicht nur mit einfachen Tierärzten oder Kliniken. Nein, auch Gutachterverbände, Labore und vor allem Universitäten, Forschungsprojekte sollten zu den Partnern der einzelnen Zuchtvereine gehören.

I hr Verein sollte wenigstens über einen Zuchtbeirat verfügen, dem wiederum erfahrene Züchter, Zuchtwarte, im Idealfall Gutachter angehören sollten. Dieser Zuchtbeirat sollte eng mit veterinärmedizinischen Kliniken, evtl. auch Universitäten verknüpft sein, um so auch tatsächlich die Entscheidungen zum Wohle der Tiere, der perspektivischen Gesundheit unserer Hunde, treffen zu können.

Wenn Sie bei der Suche nach „Ihrem Zuchtverein“ beim Studium der Internetseiten und der sonstigen verfügbaren Angebote bemerken, dass die Entscheidungen über den Zuchteinsatz von Rüden oder Hündinnen (die nicht den vorliegenden Zuchtbuchbestimmungen entsprechen) der Erlaubnis von Probewürfen etc. nur eine einzelne Person treffen darf (z.B. der 1. Vorstand), sollten Sie Abstand von diesem Verein nehmen.

Ein verantwortungsvoller Zuchtverband schaut nicht blind nach, ob es Ahnentafeln gibt. Er steht für die gesundheitliche Entwicklung einer Population in der Verantwortung und muss teilweise sogar unkonventionelle Einkreuzungen zulassen bzw. fördern.

Die Verantwortung eines Zuchtvereines darf und soll nicht die Verantwortung eines Züchters oder Welpenkäufers ersetzen.

D ie Verantwortung eines Zuchtvereines ist teilweise so wichtig, dass die Mitgliedschaft eines Züchters im entrsprechendem Verein auf Kaufentscheidungen, Reaktionen von Welpeninteressenten/Hundehaltern wirken sollte und muss.

Der Verein/Verband hat es natürlich in der Hand, seine Züchter auch entsprechend anzuleiten, aber auch zu kontrollieren und ggf. ordnend einzugreifen. Der Verband ist verantwortlich, bei Fehlentwicklungen einer Zuchtstätte entsprechend zu reagieren, evtl. Zulassungen zu widerrufen, mit den zuständigen Amtstierärzten zusammenzuarbeiten und die Einhaltung des geltenden Tierschutzgesetzes (bei all seinen Mitgliedern) durchzusetzen.

Der Verein oder Verband muss seinen Züchtern wissenschaftlich fundierte Seminare anbieten.

Wissen ist die Grundlage für eine GESUNDE Hundezucht. Wenn die Züchter über die Hormone, die Ernährung des Hundes, sowie über die Gesundheit, Läufigkeit, Körpersprache von unseren Hunden informiert sind, können und werden unsere Züchter mit einem neuen Bild eine noch gesündere und sozialisiertere Hundezucht betreiben.

Die Verantwortung eines Vereins für eine gesunde Hundezucht ist nicht einfach mit der Benennung irgendwelcher „Zuchtwarte“ abgetan. Der Verein steht hier viel tiefer in der Pflicht. Die Zuchtwarte sollten jährlich mit wissenschaftlich unterlegten Seminaren geschult werden und stehen in der Schuld einer gesunden Hundezucht.

Die Vereine und Verbände müssen in der Verantwortung für eine gesunde Hundezucht teilweise auch unpopuläre Entscheidungen treffen.

Wir sind dafür gewappnet und stehen dazu.

 

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