Suche

Login

Nur für Vereinsmitglieder!

Registrierung nur für Vereinsmitglieder. Dabei müssen der Vollständige Name, die beim Verein bekannte E-Mailadresse und die Mitgliedsnummer angegeben werden. Unvollständige Registrierungen werden kommentarlos gelöscht.

Fotolia 42047001 XSZüchterverantwortung:

Neben den Verbänden und Vereinen, der Futtermittelindustrie sowie der Veterinärmedizin ist der entscheidendste Faktor für die Aktion „gesunde-hund.info“ der Züchter!

Die Züchter sind verantwortlich für die Entscheidung, welche Verpaarung vorgenommen wird und können hier u.a. die Datenbank des IHV zur Ermittlung des Inzuchtkoeffizienten, des Ahnenverlustkoeffizienten oder das Wissen der Zuchtwarte, des Zuchtbeirates in genetischen Auswahlkriterien nutzen. Nichts ist unverantwortlicher als „Hobbyzüchter“, die den Rüden für Ihre Hündin aussuchen … „weil diese so gut miteinander spielen“…

Diesen „Hobbyzüchtern“ sollte man anraten, Innenarchitekt zu werden und die Hundezucht aufzugeben. Denn da spielt die Harmonie der Farben und das zueinander passen eine große Rolle. In der Zuchtarbeit ist diese Entscheidungsgrundlage ein Armutszeugnis.

E s geht in allererster Linie um die Gesundheit der Hunde, natürlich auch um Farbgenetik (wenn denn der Züchter davon etwas versteht), erst dann um das Aussehen, die Größe, das Erscheinungsbild der geplanten Verpaarung. Die meisten Hundekrankheiten der heutigen Zeit sind nicht einfach der Zivilisation zuzuschreiben, sondern unverantwortlichen Züchtern.

Da wurde schon mal das gesamte Skelett mit selektiver Zuchtauswahl einer Rasse verändert weil diese Körperform angeblich „IN“ war. Die Folge ist: In dieser Rasse finden Sie heute kaum noch einen gesunden Hund der ohne Operationen überlebensfähig ist. Es gibt mittlerweile Rassen, da freuen sich die Tierärzte ein Loch in den Bauch, wenn unerfahrene Hundehalter einen solchen Welpen kaufen. Rassen, die ohne menschliches Eingreifen nicht mehr überlebensfähig wären, weil z.B. jeder 2. Wurf nur noch über Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickt, werfen zahlreiche Fragen auf.

Es liegt in der Verantwortung der Züchter, sich nicht an irgendwelchen Modeerscheinungen zu orientieren.

D er Züchter ist dafür verantwortlich, zu prüfen, ob die geplante Verpaarung die absolut mögliche Anzahl von gesunden Hunden verspricht. Hier schließt der Begriff Züchter nicht nur die Halter der geplanten Mutterhündin ein, nein, diese trifft auch explizit auf die Halter der vorgesehenen Deckrüden zu.

Auch der Deckrüdenhalter ist verantwortlich zu prüfen, ob die Hündin alle erforderlichen Gesundheitszeugnisse und eine Zuchtzulassung besitztoder die Hündin nicht durch Verwandtschaftsgrade (Inzest) oder medizinische Befunde (z.B. zwei negative Erbmalsträger) nicht durch den Rüden gedeckt werden darf.

All das setzt natürlich voraus, dass Ihr Züchter über all diese Voraussetzungen auch Bescheid weiß. Nicht nur jahrelanges Halbwissen weiter predigt.

Ein Hobbyzüchter wird diese Zeit für eine solch intensive Weiterbildung nicht haben. Er investiert zwar vielleicht mehr Liebe und Zuneigung in seinen einzigen Hobbywurf, aber diese schützt Ihre Vierbeiner nicht vor schweren Züchterfehlern. Selbstverständlich ist die Sozialisierung, die Einbindung der Welpen in die Familie, die Liebe, welche die Welpen umgeben soll, genauso wichtig für eine gesunde Hundezucht, wie die Beachtung der einfachsten Hygieneregeln durch den Züchter, wenn Sie diesen besuchen. Diese Geborgenheit, Sauberkeit der Welpen, der Wurfkiste usw. sind Grundlagen für eine gesunde Hundezucht. Sie allein werden jedoch nicht reichen, wenn der Züchter nicht weiß, um was es bei der Zucht geht.

W enn Ihr Züchter Ihnen keine Aussagen zu den in den Durchführungsbestimmungen der Zuchtbuchbestimmungen des Verbandes geforderten Untersuchungsbefunden seiner Elterntiere geben kann, ist dies sehr fraglich. Er sollte schon wissen, welche evtl. Krankheitsbilder in der entsprechenden Rasse auftreten können. Wie der Züchter diese evtl. durch entsprechende Verpaarungen ausschließen kann. Und der Züchter muss Ihnen diese Befunde auch zugänglich machen.

Unsere Züchter sorgen für die Sauberkeit und Hygiene der Wurfstätte. Für die Ruhe der Hündin. Für ein Rückzugsgebiet in den ersten Tagen des Wurfes und lassen natürlich jetzt auch noch keine Besucher des frischen Wurfes zu. Einfach zum Schutz der Welpen. Die Besucher könnten ja unwissentlich schwerste Keime zum Wurf bringen, die die Entwicklung der Welpen später stark hemmen, im schlimmsten Fall die Welpen sogar verenden lassen.

Die Züchter sind aber auch weitergehend für die Gesundheit Ihrer Welpen verantwortlich. So erwarten wir, dass der Züchter den Welpenkäufer informiert, was dieser ab wann mit seinem Welpen unternehmen kann, oder eben auch noch nicht darf. Informationen zum Futter, zur evtl. Nachimpfung, Tierarztbesuch usw., sind als selbstverständlich anzusehen. Denn es ist wichtig für den Welpenkäufer zu wissen, dass z.B. ein Labradorwelpe wenigstens die ersten 6 – 9 Monate eben nicht die Treppe bis in den 5. Stock oder herunter laufen soll, kein Agility oder sonstiges angesagt ist. Sonst können Sie sich schon auf schwere Schäden der Gelenke (HD, ED usw.) einstellen.

Ebenso ist der Züchter verantwortlich, dass die Welpenkäufer kein falsches Futter geben oder gar unsäglich, und gegen das Tierschutzgesetz verstoßend, viel zu zeitig ihren Hund kastrieren lassen. Ein Züchter, dem an der Gesundheit seiner Welpen gelegen ist, wird sich also sehr viel Zeit für Sie nehmen.

E rwarten Sie NIE einen gesunden Hund, wenn Sie diesen für die Hälfte des normalen Welpenpreises am Parkplatz übergeben bekommen und der „Züchter“ (der dann eher ein krimineller Hundehändler sein wird) nicht einmal 10 min. Zeit für Sie hat.

Ausgezeichnete Züchter erkennen Sie u.a. am Zuchtstättensiegel des IHV.

Zum Seitenanfang